Abaniko, curved strikes, Kurbada…
Sind Abanikos bzw. geschnappte oder gepeitschte Schläge aus dem Handgelenk stark genug um beim Gegner Schaden anzurichten?
Dies ist eine in den FMA oft diskutierte Frage die ich an dieser Stelle klar mit „Ja“ beantworten möchte.
Auf den ersten Blick scheint die bei einem Abaniko oder Kurbada übertragene Kraft sehr gering zu sein, mit der richtigen Körpermechanik kann jedoch auch mit einem solchen Schlag eine zerstörerische Kraft erzeugt werden.
Auf diesem Video
wird eine Kokosnuss mit einem horizontal geführten Kurbada oder curved strike zerschlagen.
Da eine Kokosnuss in etwa so hart ist wie ein menschlicher Schädel, kann man sich ungefähr vorstellen, welchen Schaden ein solcher Schlag an der Schläfe anrichten kann.
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Natürlich kann eine solche oder auch größere Kraft leichter mit einem „normalen“ Schlag erzielt werden, Schnappschläge weisen jedoch einige Vorteile auf; sie sind oft schneller und auch unberechenbarer.
Weiterhin sind einige dieser Schläge sehr gut dazu geeignet, gegnerische Blöcke zu umgehen und eignen sich hervorragend zum Fintieren da die Schlagrichtung sehr kurzfristig verändert werden kann.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Kurbada ist allerdings Genauigkeit, bevorzugte Ziele sind:
- Augen
- Schläfe
- Ohr
- Rippe
- Handrücken
Sollte ein geschnappter Schlag nicht ausreichen den Kampf zu beenden, so wird der Gegner doch mindestens durch Schmerz abgelenkt. Diesen Moment sollte man nutzen um die Auseinandersetzung mit einem „konventionellen“ Schlag für sich zu entscheiden. Generell sollte man sich nicht auf einzelne Schläge verlassen sondern Kombinationen bevorzugen.
Selbstverständlich ist diese Art zu schlagen, kein Allheilmittel. Für jede Technik gibt es die richtige Zeit, die richtige Waffe, die richtige Situation und auch die richtige Distanz.
Text und Video: Christian von Praun