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Sparring in den philippinischen Kampfkünsten

Christian Arnis, Eskrima, Individual Combat System, Kali, Kampf, Kampfsport, Selbstverteidigung, Sparring 7. Mai 2007

Lightning Scientific Arnis in Düsseldorf

Immer wieder hört man Aussagen wie „Sparring ist zu gefährlich“, „Wir machen so etwas nicht, wir trainieren für die Selbstverteidigung“ oder „Durch zuviel Schutzausrüstung bekommt man schlechte Eigenschaften“ um nur einige Aussagen zu zitieren die sich inhaltlich teilweise stark voneinander unterscheiden.Um sich diesem Thema möglichst neutral zu nähern, sollte zunächst einmal definiert werden, was Sparring eigentlich ist: ein Übungsgefecht, also die Simulation eines echten Kampfes.

Wie jede Simulation sollte auch Sparring möglichst nahe an der Situation sein für die trainiert wird – in diesem Fall ein Kampf mit einem bewaffneten, trainierten und fähigen Gegner.

Um einen Trainingserfolg zu erreichen, sollte die Methode zwar durchaus schmerzhaft aber dennoch verletzungsarm sein. Dies stellt sicher, dass man mit der Methode oft trainieren kann ohne verletzungsbedingt auszufallen.

Dies bringt uns zum nächsten wichtigen Punkt, der Schutzausrüstung. Je nach Stil, Trainingsgruppe und Zielsetzung der Trainierenden liegen die Meinungen was machbar, gerade noch vertretbar oder nötig ist, weit auseinander.

Der Schlüssel ist hier vor allem die Zielsetzung. Will ich an Wettkämpfen teilnehmen, muß ich nach den jeweils geltenden Wettkampfregeln trainieren, dies schließt meist auch Art und Weise der Schutzausrüstung mit ein.

Geht meine Intention jedoch dahin dass der Trainierende das gelernte zur Not in einer echten Auseinandersetzung ohne Regeln und Schutzausrüstung umsetzen kann, müssen auch andere Anforderungen an die Übungskämpfe gestellt werden.

Das Problem stellt sich wie folgt dar:

Wird zuviel Schutzausrüstung benutzt, tendieren die Schüler dazu, Treffer zu ignorieren bzw. in Kauf zu nehmen. Dies ist zwar menschlich in Bezug auf die angestrebte Realitätsnähe aber fatal.

Reduziert man – um dies zu vermeiden – die Schutzausrüstung, steigt automatisch die Verletzungsgefahr.
Um dennoch mit möglichst wenig Schutz, hoher Intensität aber verletzungsarm sparren zu können, ist eine Komponente unheimlich wichtig: die Fähigkeit der Trainingspartner.

Je mehr man Regeln und Schutzausrüstung reduziert, desto wichtiger wird das Vermögen der Trainingspartner, Treffer richtig eizuschätzen, die eigene Aktion zu planen sowie die Fähigkeit eine wirksame Verteidigung aufzubauen.

Hier ist vor allem der Trainer gefragt. Er muß die Fähigkeiten seiner Schüler richtig einschätzen und sie dementsprechend fördern und fordern. Es sollte niemand unterfordert werden; gleichzeitig sollte darauf geachten werden, dass niemand zu früh „ins kalte Wasser gestossen“ wird.

Um dieses zu gewährleisten, folgen die meisten Stile einer Progression die der Schüler durchläuft. Er wird also schrittweise an die vor ihm liegende Aufgabe herangeführt. Die Progression innerhalb des Individual Combat System sieht so aus:

  • Zunächst werden gepolsterte Stöcke benutzt, die Sparringspartner tragen hierbei keinen Schutz schlagen zunächst aber nur zur Stockhand des Partners.
  • Nach einer gewissen Zeit werden immer noch die selben Stöcke benutzt, die Trainierenden dürfen jetzt aber zu beiden Händen und zu den Beinen des Partners schlagen.
  • Es wird ein Fechthelm und ein gepolsterter Stock benutzt, die Trefferfläche ist nun der gesamte Körper – fortgeschrittene Schüler verzichten hier hin und wieder auf den Helm.
  • Als letzter Schritt wird der gepolsterte Stock durch einen Rattanstock ersetzt. Als Schutz tragen die Kämpfer hier leichte Handschuhe, einen Fechthelm, Unterleibsschutz und wahlweise Ellenbogen- und Knieschoner.

Der berechtigte Einwand der „Wir machen Selbstverteidigung Fraktion“, dass man eine Selbstverteidigungssituation nicht sparringsmäßig trainieren kann wird durch folgende Überlegungen entkräftet:

  • Es stimmt zwar, dass eine Trainingsituation nie den „Ernstfall“ simulieren kann, im Sparring lernt der Trainierende jedoch recht schnell wie er unter dem Druck getroffen zu werden, reagiert und was für ihn noch machbar ist d. h. technisch umsetzbar ist.
  • Sparring ist zumindest näher an einem echten Kampf als mit abgesprochener Angreifer- und Verteidigerrolle Angriffe auszustauschen. Das eine SV-Situation nicht wie ein Sparringskampf aussieht stimmt uneingeschränkt jedoch werden im Sparring Eigenschaften geschult die einem durchaus auch in einer SV-Situation helfen können wie z. B. Durchsetzungsvermögen, Durchhaltewillen, Umgang mit der eigenen Angst und Adrenalinausschüttung, Timing, Distanzgefühl etc.

Abschließend ist zu sagen, dass Sparring ein sehr wichtiges Trainingsmittel ist welches nicht ungenutzt gelassen werden sollte – wie weit man dabei gehen möchte entscheidet jeder für sich.

Text: Christian von Praun

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